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Posts Tagged ‘Freunde’
Sonntag, September 7th, 2008
Ich musste durfte heute erfahren, was so einige meiner Freunde über mich denken. Nicht prinzipiell, leiden können die mich schon alle, aber man hat ja so sein Bild im Kopf. Deren Bilder von mir bekam ich heute in Form dreier Bretter vor den Kopf.
Das - für mich zumindest - lustige war, dass ich auf all das irgendwie gefasst war und mich nicht in die Ecke gedrängt fühlte. Ich hatte die Oberhand, auch wenn das vermutlich nur mir aufgefallen ist. Ich lebe nicht in meiner Phantasiewelt, in der ich IMMER die Oberhand habe, sondern ich konnte aus ihren Argumenten lesen, dass sie viel zu oberflächlich sind und sich zu wenige Gedanken darüber machen, was sie über andere, in dem Fall mich, denken.
Es ging darum, dass ich scheinbar… ich sag das jetzt nicht, sonst muss ich mich schon wieder rechtfertigen. Auf jeden Fall habe ich ihnen dann am Ende vorgerechnet, dass alles, was sie mir unterstellt haben, doch eher auf sie selbst zutrifft.
Ich weiß auch nicht, entweder ich bin zu naiv oder um einiges weiter, was das angeht. Ich finde nur, dass man seinen Freunden keine Vorwürfe machen sollte, was z.B. Geld angeht. Sofern das nicht schlimm ist, macht das keinen Sinn, außer, dass man lieber mit seinen Eltern weggeht, weil die Gesprächsthemen dieselben sind, man aber nicht bezahlen muss? xD
UND ich rede sehr oft mit Wänden, weil man mit sooo vielen Menschen nicht reden kann. Borniert, borniert, borniert. Was macht man dann? Entweder man steht selbst als dumm (etc.) da oder hält es irgendwann nicht mehr aus und PLATZT. Weil diejenigen, die mit ihrer Kritik um sich werfen so gut wie NICHTS vertragen, oder einem jegliche Berechtigung absprechen, als unzurechnungsfähig hinstellen und belächeln. ARGH! (<- kann man wütend sein, ohne dass das Blut wallt? Betrachten wir dieses “ARGH!” einfach als Geste (die man hören kann ^_^) der Resignation…
Edit: Klammer zu!
Tags: Freunde Posted in Freunde, Gehirnleck | 3 Comments »
Montag, August 11th, 2008
Die Leute sagen nicht was sie denken. Sie sagen nicht was sie meinen oder erzählen einfach NICHT die Wahrheit. Und die anderen finden das toll. Man kann mit kaum jemandem einfach normal reden.
Bei einer Diskussion bekommt man dann ein Gegenargument an den Kopf geworfen, und zwar nur, weil. Der Gesprächspartner hat sich vielleicht noch keine Gedanken darüber gemacht oder will schlicht widersprechen; und das bringt uns keinen Zentimeter weiter - zumindest mich nicht. In anderen Situationen machen sie einfach meine Argumente zunichte, indem sie meine Recherche kritisieren und mir Naivität vorwerfen. Okay, Halbwissen ist fatal, aber wer im Glashaus sitzt? Wenn ich Zeitung lese und dann darüber rede wird mir meistens sehr schnell widersprochen. Im Prinzip widersprechen sie dann nicht mir, sondern dem Journalisten, dessen Meinung ich übernommen habe, bis mir eine bessere, klarere und überzeugendere begegnet. Meistens werde ich dann auch überzeugt, weil sie mir so viel Wissen entgegnen, dass ich gar nicht anders kann und will. Wenn ich aber dann herausfinde, dass deren Meinung auch nur auf einem Artikel basiert, der glücklicherweise ganz andere Fakten beinhaltete, fühle ich mich zumindest darin bestätigt, dass ich zu gutgläubig bin. Hauptsache klug geschissen.
Außerdem sind alle sensationsgeil. Gut, das sind wir alle irgendwie, aber doch nur, wenn auch was dran ist, oder? Klar kann man Erzählungen noch ausschmücken, damit die, die es nicht miterlebt haben, überhaupt eine Vorstellung davon bekommen. Aber man sollte nicht mit weltfremden Hyperbeln um sich werfen oder vom bösen Wolf erzählen. Ich finde es oft bewundernswert, was manche Leute erleben oder wo sie sich durchkämpfen mussten. Aber wenn man Geschichten von Ereignissen hört, bei denen man auch anwesend war, DANN kann man viele nicht mehr so ganz ernst nehmen.
Wie auch das subjektive Schmerzempfinden. Ich werde nicht mehr ernst genommen, weil ich oft Schals trage, wenn ich Halsschmerzen habe. Danach auch noch ein, zwei Wochen. Ich verliere kein Wort darüber, wie es mir geht. Andere hingegen stoßen sich den Zeh und diagnostizieren sofort mehrere Brüche. Ein Verband ist in Sachen Glaubwürdigkeit auch sehr dienlich. Natürlich wird jeder Schritt wieder von neuem kommentiert, da der plötzliche Schmerz die furchtbare Verletzung wieder in Erinnerung gerufen hat.
Und ich habe noch gedacht, es ist am besten, ganz offen durch die Welt zu gehen. Die Wahrheit, die ich kenne, ändert sich nicht, indem ich etwas anderes behaupte. Und vor allem hat man immer eine Grundmotivation, wenn man sich verteidigen muss, weil es nun mal WIRKLICH so ist. Aber scheinbar kann man erst richtig locker und frei sein, wenn man sich einen schützenden Traumkokon erschaffen hat, der die anderen vor Neid erblassen lässt.
Ich darf mich nicht öffnen, ich brauche einen PR-Berater und einen Rhetorikkurs bei der Volkshochschule. Denn das Leben ist ein Wettkampf, in dem es darum geht, jeden zu übertreffen: mehr Wissen, fundamentiertere Meinung, stärkere Schmerzen, interessanteres Leben, beneidenswerte Tapferkeit und mit Löffeln gegessen Weisheit. Leider geht es nicht um das “sein”, sondern nur um dem Anschein.
Ich bin wie jeder selbstgerecht und werde jetzt Sophist.
Tags: Freunde, Gnaaaah, Menschen Posted in Gehirnleck | 4 Comments »
Sonntag, Juli 13th, 2008
Freunde kommen und gehen, Freundschaften wachsen und gehen ein, verändern sich zum positiven oder mutieren zu gegenseitiger Duldung, bis man sich ertragen muss, es aber schon seit langer Zeit nicht mehr kann. Man verliert sich aus den Augen, findet sich wieder und bedauert die Veränderung die sich schleichend vollzogen hat, ist jedoch machtlos bei dem Versuch sie wieder aufleben zu lassen - wie früher. Manche Freundschaften bedürfen intensiver Pflege, neigen dazu anstrengend zu werden, sind jedoch die Mühe wert. Andere wiederum zahlen sich in keiner Weise aus und kosten doch so viel.
Aber eine ist anders. Sie ist inspirierend, aufbauend, interessant, fordernd, erweitert meinen Horizont, zeigt mir die Welt auf eine Art, wie ich sie noch nie betrachtet habe, gibt mir Halt. Wir sind uns so ähnlich und unterscheiden uns doch in vielen Dingen. Zusammen sind wir unschlagbar; wir könnten es mit der ganzen Welt aufnehmen und stehen manchmal schon mitten auf dem Schlachtfeld - Seite an Seite.
Wir konkurrieren nicht miteinander, sondern ermutigen uns gegenseitig, das eigene Glück zu suchen. Wir lachen gemeinsam, finden uns doof, schmieden utopische Zukunftspläne, werfen uns sinnlose Phrasen an den Kopf, holen uns auf den Boden der Tatsachen zurück und leben doch in einer anderen Welt, sind uns manchmal gar nicht einig, haben trotzdem beide recht, widersprechen uns nur im Gesagten, jedoch nicht in der Botschaft, zweifeln an allem, an uns selbst, erfahren immer wieder neues über den anderen, bescheren uns die höchsten Gefühlsmomente, treiben uns zu Höchstleistungen an, können uns alles erzählen und müssen uns für nichts schämen, können fast nie beide daselbe gut, ergänzen uns perfekt, fallen aus dem Rahmen, finden toll was den anderen begeistert, telefonieren teilweise ohne zu sprechen, sprechen in Rätseln und verstehen uns doch, machen uns unabhängig voneinander alles nach und sind nur in einem Atemzug zu nennen.
Tags: Freunde, Freundschaft, Ich Posted in Freunde | 1 Comment »
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